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Achillessehnenruptur

Die Dia­gno­se einer Achil­les­seh­nen­rup­tur ist durch die typi­schen kli­ni­schen Zei­chen in der Regel bereits ohne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel mög­lich. Die Ultra­schall­dia­gnos­tik ver­mit­telt uns indes einen Ein­blick in die Beschaf­fen­heit des Seh­nen­ge­we­bes, wel­ches man ja durch die Haut nicht sehen kann. Im vor­lie­gen­den Bei­spiel sehen wir eine kom­plet­te Rup­tur einer schwer dege­ne­rier­ten Achil­les­seh­ne, erkenn­bar an der mas­si­ven kol­bi­gen Auf­trei­bung und Ein­la­ge­rung von Flüs­sig­keit (schwarz) in die Seh­ne. In die­sem Fall rei­chen bereits kleins­te Belas­tun­gen, um das maro­de Gewe­be zum rei­ßen zu brin­gen.

Wade im Längsschnitt von distal nach proximal

Die­se Ultra­schall-Unter­su­chung wur­de bei einem Pro­ban­den durch­ge­führt, der kei­ne Pro­ble­me in sei­ner Wade hat­te. Der Schall­kopf wur­de zunächst längs auf die Achil­les­seh­ne auf­ge­setzt, so dass das Fer­sen­bein noch gut sicht­bar ist. Dann wur­de die Son­de Rich­tung Knie geführt, so dass die bei­den Mus­keln, wel­che die Achil­les­seh­ne bil­den, sicht­bar wur­den. Die ein­zel­nen Mus­keln wur­den beschrif­tet. Gut erkenn­bar sind die unter­schied­li­chen Faser­rich­tun­gen der ver­schie­de­nen Mus­keln sowie die Fas­zi­en zwi­schen ihnen.

Baker-Zyste

Eine Bak­er­zys­te ist eine Aus­stül­pung der hin­te­ren Knie­ge­lenk­kap­sel, wel­che in der Regel durch einen län­ger­fris­tig erhöh­ten Gelen­kin­nen­druck infol­ge eines Knie­ge­lenk­er­gus­ses ent­steht. Die­se soge­nann­te Zys­te ist also kein eigen­stän­di­ges Gebil­de, wie es sonst in vie­len Orga­nen des Kör­pers manch­mal anzu­tref­fen ist (Nie­ren, Leber, Eier­stö­cke usw.), son­dern viel­mehr Aus­druck einer Knie­bin­nen­schä­di­gung. In der Regel schiebt sich die Aus­sa­ckung zwi­schen den mitt­le­ren Gas­tro­c­n­e­mi­us­kopf und den M. sem­i­mem­bra­no­sus.
Im vor­lie­gen­den Fall erfolg­te die Zuwei­sung des Pati­en­ten zum Aus­schluss einer tie­fen Bein­ven­en­throm­bo­se (TVT). Er stell­te sich mit Waden­schmer­zen und einer deut­li­chen Umfangs­ver­meh­rung des Unter­schen­kels vor. Die TVT konn­te duplex-sono­gra­phisch rasch aus­ge­schlos­sen wer­den und die Bak­er­zys­te wur­de zunächst mit quer auf­ge­setz­tem Schall­kopf dia­gnos­ti­ziert. Spä­ter erfolg­te die Schall­kopf­dre­hung, so dass die “Zys­te” in ihrer Längs­aus­deh­nung dage­stellt wer­den konn­te.

Drainage eines Perikardergusses

Die­ser Pati­ent hat­te eine Typ-A-Dis­sek­ti­on der Aor­ta mit aus­ge­dehn­tem Peri­kar­der­guss, wel­cher begann, das Herz zu tam­po­nie­ren. Beim Ein­tref­fen in unse­rem Schock­raum war er bra­dy­kard und hypo­ton, so dass Adre­na­lin und Nor­ad­re­na­lin in hohen Dosen ver­ab­reicht wer­den muss­ten. Not­fall­mä­ßig wur­de eine Drai­na­ge in den Peri­kard­raum ein­ge­legt, wel­che im Ver­lauf von 30 min ca. 1700ml Blut för­der­te, wel­ches sub­sti­tu­iert wer­den muss­te. Unter die­ser The­ra­pie sta­bi­li­sier­te sich der Pati­ent, so dass er nicht mehrt katecho­lamin­pflich­tig war. Die ope­ra­ti­ve Ver­sor­gung erfolg­te eine Stun­de spä­ter.

Punktion einer purulenten Arthritis des oberen Sprunggelenkes

Die­ser Pati­ent hat­te seit weni­gen Tagen pro­gre­dien­te Schmer­zen sowie eine star­ke Schwel­lung im obe­ren Sprung­ge­lenk (OSG), ver­bun­den mit Fie­ber und in der Labor­un­ter­su­chung deut­lich erhöh­ten Ent­zün­dungs­pa­ra­me­tern. Die Rönt­gen­un­ter­su­chung lässt einen Erguss erah­nen, ist indes als Nach­weis hier­für völ­lig unge­eig­net. Sono­gra­phisch lässt sich der Gelenk­er­guss dar­stel­len, wobei nach wie vor nicht klar ist, wor­aus sich die Flüs­sig­keit zusam­men­setzt. Daher wur­de eine dia­gnos­ti­sche Punk­ti­on durch­ge­führt. Bei sol­chen Punk­tio­nen ist die Arte­ria dor­sa­lis pedis zu beach­ten, wel­che direkt über dem Gelenk ver­läuft und durch die Punk­ti­on nicht ver­letzt wer­den soll­te. Im Film ist das Blut­ge­fäß als pul­sie­ren­der Punkt zu sehen, in der dar­auf­fol­gen­den Sequenz sieht man das Gefäß bei einem ande­ren Pati­en­ten duplex-sono­gra­phisch dar­ge­stellt. In der Punk­ti­ons­se­quenz wird daher die Nadel nicht In-pla­ne (IP) son­dern Out-of-pla­ne (OOP) vor­ge­scho­ben und ist am Ende als wei­ßer Punkt im schwar­zen (hypo­echo­ge­nen) Erguss zu sehen.

Ultraschall-gestützter peripherer Venenzugang am rechten Unterarm SAX-OOP

In die­sem Video ist die Ultra­schall-gestütz­te Anla­ge einer peri­phe­ren Venen­ver­weil­ka­nü­le zu sehen. Es wur­de die Kurz­ach­sen­tech­nik zur Dar­stel­lung der Vene (SAX) sowie die die Out-of-pla­ne-Metho­de (OOP) für die Nadel­füh­rung ver­wen­det. Die Nadel­spit­ze ist im ein­ge­scho­be­nen Schall­fens­ter erst zu sehen, wenn sie die Schal­l­e­be­ne erreicht, beim Vor­schie­ben der Plas­tik­ka­nü­le ver­liert sich der Schall­re­flex und beim Zurück­zie­hen der Nadel erscheint die Spit­ze wie­der als wei­ßer Punkt im Schall­feld.

Sonographie einer klinisch unauffälligen Wade

Die­se sono­gra­phi­sche Unter­su­chung wur­de bei einem gut trai­nier­ten und kli­nisch unauf­fäl­li­gen Pro­ban­den durch­ge­führt. Die ein­zel­nen Mus­keln der Wade wur­den beschrif­tet. Gut sicht­bar sind die unter­schied­li­chen Faser­rich­tun­gen der ver­schie­de­nen Mus­keln sowie die Fas­zi­en zwi­schen ihnen. Kno­chen wur­den gelb beschrif­tet. Rot ein­ge­kreist wur­de die Achil­les­seh­ne, wel­che sich dem Fer­sen­bein anla­gert.