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Nervus obturatorius

Der Ner­vus obtu­ra­to­ri­us lei­tet sich von den Rami ven­tra­les L2-4 ab, ver­läuft an der Ober­schen­ke­lin­nen­sei­te zwi­schen Mus­ku­lus Adduc­tor lon­gus und bre­vis (vor­de­rer Ast) sowie zwi­schen bre­vis und magnus (hin­te­rer Ast), wel­che er inner­viert, sowie sen­si­bel bis zum media­len Knie.

Baker-Zyste

Eine Bak­er­zys­te ist eine Aus­stül­pung der hin­te­ren Knie­ge­lenk­kap­sel, wel­che in der Regel durch einen län­ger­fris­tig erhöh­ten Gelen­kin­nen­druck infol­ge eines Knie­ge­lenk­er­gus­ses ent­steht. Die­se soge­nann­te Zys­te ist also kein eigen­stän­di­ges Gebil­de, wie es sonst in vie­len Orga­nen des Kör­pers manch­mal anzu­tref­fen ist (Nie­ren, Leber, Eier­stö­cke usw.), son­dern viel­mehr Aus­druck einer Knie­bin­nen­schä­di­gung. In der Regel schiebt sich die Aus­sa­ckung zwi­schen den mitt­le­ren Gas­tro­c­n­e­mi­us­kopf und den M. sem­i­mem­bra­no­sus.
Im vor­lie­gen­den Fall erfolg­te die Zuwei­sung des Pati­en­ten zum Aus­schluss einer tie­fen Bein­ven­en­throm­bo­se (TVT). Er stell­te sich mit Waden­schmer­zen und einer deut­li­chen Umfangs­ver­meh­rung des Unter­schen­kels vor. Die TVT konn­te duplex-sono­gra­phisch rasch aus­ge­schlos­sen wer­den und die Bak­er­zys­te wur­de zunächst mit quer auf­ge­setz­tem Schall­kopf dia­gnos­ti­ziert. Spä­ter erfolg­te die Schall­kopf­dre­hung, so dass die “Zys­te” in ihrer Längs­aus­deh­nung dage­stellt wer­den konn­te.